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Weekly Planet vom 28.06.17 – 8 Mal was zu tun für den Sommer

In Weekly Planet by Lele0 Comments

Ich verbringe diese feine Woche in Sternhagen und habe deshalb an Stelle der üblichen Sammlung von Links, Comics und genereller Unterhaltung zwei kleine Listen angefertigt. Die sind im Internet ja immer gut, habe ich gehört. Vier feine Podcasts und vier feine Bücher, das ergibt eine Menge Zeit, die ihr diesen Sommer mit zertifiziert guter Unterhaltung verbringen könnt.

Podcasts

  • Invisibilia
    Invisibilia erzählt wie der Kopf funktioniert, wie Menschen Emotionen wahrnehmen, wie Emotionen entstehen und ergründet warum wir so sind und denken wie wir sind. Eine faszinierende Reise in den eigenen Kopf die mich immer wieder dazu bringt meine eigenen Gedanken neu zu ordnen. Zuletzt ging es um „Implicit Bias“.

  • The Turnaround
    Es gibt bisher eine Folge der Show in der Jesse Thorn Interviewer interviewt. Ich freue mich riesig darauf hier eine Menge Tipps, Infos und schöne Geschichten rauszuholen. In der ersten Folge wird Ira Glass ausgequetscht und es ist eine gigantische Freude.

  • Roam Schooled
    Zwei Kinder erkunden die Welt, ihr Vater nimmt auf und schneidet eine wunderschön unschuldige und immer gut reflektierte Show über die Dinge die die Welt im inneren zusammenhalten. Die letzte Serie befasste sich mit Haustieren, unseren Vorlieben für Katze oder Hund den Umgang mit Tieren ohne Zuhause.

  • Sex Tapes
    Diese Podcasts höre ich selten, die sich noch selbst finden, die keine Werbung schalten und denen man anmerkt, dass sie sich noch entwickeln. Den beiden Frauen des Sex Tapes Podcast zuzuhören macht viel Spaß, ist immer interessant, oft relevant und irgendwie angenehmer als beispielsweise der Savage Lovecast. Die Menschen sind näher. Bisher ging es um Online-Dating, Sex-Parties und aktuell ums Handanlegen.

Bücher

  • A Manual for Cleaning Women von Lucia Berlin
    Ein Band voller herzzerreißender und wärmender Kurzgeschichten, die von Alkoholproblemen, von Stierkämpfern und dem alltäglichen Leben erzählen. Berlin hat eine Art zu schreiben die konkret, wunderschön und ohne Extra erscheint. Hier passieren Dinge, der heiße Brei steht woanders. Lucia Berlin war eine unglaublich faszinierende Person, die hier ofensichtlich aus der eigenen Geschichte erzählt, aber nie selbstherrlich oder unangenehm wird.

  • Ninefox Gambit von Yoon Ha Lee
    Ninefox Gambit ist fantastiche Science Fiction, die Welt ist etwas bis sehr verwirrend, aber in seinen Konzepten absolut glaubwürdig. Lee schafft es die Sache so gut zu verpacken, dass bei mir nie Zweifel aufkamen, wenn es um „Bannermoths“ geht in denen durch das Weltall gereist wird oder wenn eine Kultur so stark auf einem Kalender basiert, dass ihre Maschinen nicht mehr funktioneiren, wenn Menschen nach einem anderen Kalender leben. Es geht um wahnsinnige Generäle, Intrigen und einfache Soldaten, es geht schnell und ohne Unterlass und es heißt dranbleiben und bitte nicht aufgeben. Always yours in Calendrical Rot.

  • The Power von Naomi Alderman
    Eine abgefahrene, herausfordernde und unablässige „Was wäre, wenn…“ Geschichte. Was wäre, wenn alle Frauen plötzlich kontrolliert elektrische Schocks abgeben könnten? Wenn sie damit ohne Probleme töten könnten? Alderman holt mit einer großen Keule aus und trifft beinahe komplett auf die Nase. Sie schafft es keine Pausen einzulegen, immer zu fordern und ständige Spannung aufrecht zu erhalten. The Power macht großen Spaß und lädt andauert zu Überlegungen über Macht ein.

  • Utopia for Realists von Rutger Bregman
    Ein sehr gut verpacktes und angenehm reflektiertes Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen, offene Grenzen und eine 15-stündige Arbeitswoche. Bregman argumentiert auf fundierte Art und Weise, ist sich seiner eigenen Meinung bewusst und schafft es die vielen Aspekte solcher utopischer Vorhaben so darzulegen, dass sie sinnvoll motivieren und anregen weiter zu denken.

Natürlich gehören die hauseigenen Podcasts auch zu den Empfehlungen dazu! All You Can Eat via RSS-Feed oder iTunes und selbiges für den Ninja Pirate Podcast: RSS-Feed & iTunes! Sagt mal, womit versüßt ihr euch den Sommer? Welche Podcasts sollte ich unbedingt hören?

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Weekly Planet vom 21.06.17

In Weekly Planet by Lele0 Comments

Es ist einfach dumme Dinge zu sagen oder zu machen. Die Kunst ist es den Fehler zu erkennen und dann darauf zu reagieren. Manche können das, Chris Pratt zum Beispiel. Andere setzen noch einen drauf. Damit geht eine andere Erkenntnis daher, alle machen sowas. Und auch wenn Image als Verlag bei mir zumindest immer noch hoch im Kurs steht, ist jetzt klar, dass auch die große Probleme haben, an denen sie arbeiten müssen. Augen auf auf Conventions. Menschen verdienen es gesehen zu werden.
Octopus Pie ist vorbei und auch wenn ich den Comic in letzter Zeit nicht mehr aktiv gelesen habe, verbinde ich doch schöne Erinnerungen mit diesem wunderschönen Werk. Meredith Gran hat mit diesem Comic eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Es wird Zeit meine alten Topaco Ausgaben noch mal rauszuholen. Sloane Leong hat zeitweise die Farben für Octopus Pie gemacht, 2019 kommt ihr Comic A Map to the Sun via First Second.

Etwas Musik!

Adam West ist gestorben, R.I.P. und die amerikanische Library of Congress hat ein Webcomic Archiv gestartet. Gene Simmons möchte sich gerne die Rockerfaust/Hörner-Geste patentieren. Es kann nicht genug spannende Artikel über Wonder Woman geben, einmal eine kleine Historie und ein Besuch im Wonder Woman Family Museum. Ein Wiki Eintrag zu Xenomorphs dürfte neues beibringen und diese Karten von „Choose your Own Adventure“ Büchern sind großartig.
PanelxPanel ist ein Online Zine über Comics. Das Line Up ist vielversprechend und das Lob unglaublich vielfältig. Das Wird ne feine Sache!

A Sun Came from Soren Hughes on Vimeo.

COMICS!

Crosswind #1 (Gail Simone & Cat Staggs – Image Comics, $3,99)
Gail Simone ist bei Image angekommen. Mal schauen wie das wird, es geht um Körpertausch a la Freaky Friday im Rahmen von James Bond und Hitman.

Head Lopper #6 (Andrew MacLean – Image Comics, $5,99)
Verdammt coolster vierteljählicher Abenteuercomic, wunderschön illustriert, simpel und angenehm zu verschlingen.

King Cat (John Porcellino – Alternative Comics, $5)
Cool aussehende Auto-Bio Comics. Bäm, done, no questions asked.

Abschluss

Unterstützt euren lokalen Comic Laden, die sollten diese Comics haben oder bestellen können. Gönnt euch was schönes, ich habe gehört Eis soll ganz gut sein. Das Bild ganz oben ist übrigens mein internes Bild von Wonder Woman. Ich weiß nicht ob das durch den Film ersetzt werden kann, so cool wie da oben kann sie kaum noch werden. Und wenn ihr Lust habt, dann sagt doch mal ob oder wie euch der Weekly Planet so gefällt. Genießt den Ausblick.

Bilder sind von Cliff Chiang und Meredith Gran, plz don’t sue us. <3

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All You Can Eat #107 – Interview mit Kala Brisella

In All You Can Eat, Shows by Lele0 Comments

Paula hat auf dem Torstraßen Festival Kala Brisella interviewt! Außerdem gibt es feinste Mukke und die eine oder andere Diskussion über die besten Orte an denen Konzerte stattfinden können. Das komplette Interview folgt in Kürze! Hier ist aber auch jeden Fall die Show und wenn ihr mehr Kala Brisella haben wollt, dann geht in den Späti Palace!

Hier das komplette Interview mit Kala Brisella!

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Review: Foz Meadows An Accident of Stars

In Bücher zum Lesen by Lele0 Comments

Das Cover eines Buches spielt eine große Rolle, das ist kein Zweifel. An Accident of Stars hat mich eher abgeschreckt. Dann habe ich eine schwärmende Kritik nach der anderen gelesen, wollte mal wieder in eine fantastische Geschichte eintauchen und hatte gerade keine Energie für deprimierende Essays. Ich habe es nicht bereut.

When Saffron Coulter stumbles through a hole in reality, she finds herself trapped in Kena, a magical realm on the brink of civil war.
There, her fate becomes intertwined with that of three very different women: Zech, the fast-thinking acolyte of a cunning, powerful exile; Viya, the spoiled, runaway consort of the empire-building ruler, Vex Leoden; and Gwen, an Earth-born worldwalker whose greatest regret is putting Leoden on the throne. But Leoden has allies, too, chief among them the Vex’Mara Kadeja, a dangerous ex-priestess who shares his dreams of conquest.
Pursued by Leoden and aided by the Shavaktiin, a secretive order of storytellers and mystics, the rebels flee to Veksh, a neighboring matriarchy ruled by the fearsome Council of Queens. Saffron is out of her world and out of her depth, but the further she travels, the more she finds herself bound to her friends with ties of blood and magic.
Can one girl – an accidental worldwalker – really be the key to saving Kena? Or will she just die trying?

Portale in andere Welten sind eine coole Sache. Narnia war echt abgefahren und Alice hat im Wunderland ein paar atemberaubende Abenteuer erlebt und dabei Tee getrunken. Saffron macht nicht ganz so schöne Erfahrungen als sie Gwen spontan durch ein Portal in eine andere Welt folgt. Hier in Kena ist sie plötzlich Teil von Intrigen, Verrat, und Konflikten mit denen die utopische Fantasie einer anderen Welt erst einmal nichts zu tun haben. Sie muss schnell Opfer bringen und spätestens da wird klar, dass An Accident of Stars nicht einfach irgendeine fantastische Geschichte über ein junges Mädchen ist, dass eine traumhafte andere Welt erforschen darf. In Kena geht es rund.

Foz Meadows ist mit An Accident of Stars eine ergreifende, spannende Geschichte gelungen, in der die Weltenwandlerin Saffron nicht die einzige ihrer Art, nicht die Rettung für eine verlorene Zivilisation, und ganz sicher nicht die einzige Heldin ist. Die Perspektiven sind zahlreich. Gwen muss damit umgehen, dass sie dem aktuellen Tyrann auf den Trohn geholfen hat. Zech versucht in große Fußstapfen zu treten. Viya muss den Fängen des Despoten Leoden entfliehen und dann müssen sie alle auch noch mit sich selbst klarkommen.

Kena ist ein faszinierendes Land, mit einer herausfordernden Kultur und vielen kleinen Facetten. Planetar wird in diesem Fall nicht gedacht und das ist auch gut so. Die Bräuche und Traditionen sind für Saffron angenehm ungewohnt. Ihre Auseinandersetzungen mit einer neuen Religion, anderen Erwartungen an ihre helle Haut und ihre blonden Haare stellen sie vor einige Herausforderungen.

An Accident of Stars ist ein Buch über Identität, die Saffron für sich finden muss. Über Familie, die Zech sucht. Und über einige Sachen mehr, es ist ein Buch dieser Zeit und das ohne Scham oder zu großen Hammer. Hier gibt es queere Charaktere und das Matriarchat und es ist nie gezwungen oder um eine bestimmte Zielgruppe zu erfreuen. Diese Dinge sind Teil der Geschichte weil das Gegenteil komisch wäre. Der zweite Teil, A Tyranny of Queens, ist bereits erschienen und ich freue mich sehr drauf darin zu verschwinden.

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Ninja Pirate Podcast #38 – E3 Spezial 2017

In Ninja Pirate Podcast, Podcast by Maurice0 Comments

Die große Videospielmesse E3 ist im vollen Gange und wir haben die Chance genutzt, uns ausführlich über die kommenden Videospielhighlights auszutauschen. In diesem 1 ½ Stündigen Spezialpodcast, gehen wir nach und nach alle großen Videospielhersteller und –publisher durch. Erfahrt, ob uns die Enthüllung der X-Box One X geschockt haben hat oder ob die vagen Versprechungen über ein Pokémon RPG für die Nintendo Switch uns hinter dem Ofen hervorlocken konnten.

Hinweis: Am Punkt der Aufnahme waren bisher lediglich die Pressekonferenzen der E3 vorbei und der Publikumsverkehr noch im vollen Gange.

Shownotes:

Alle Sony Trailer
Alle Xbox Trailer
Alle EA Trailer
Alle Ubisoft Trailer
Alle Bethesda Trailer
Alle Nintendo Trailer
Best PC Gaming Announcements

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Weekly Planet am 14.06.17

In Weekly Planet by Lele0 Comments

Die Mitte des Jahres ist erreicht. Was waren eure Highlights bisher? Gibt es Feedback für den Weekly Planet? Und habt ihr den letzten Ninja Pirate Broadcast gehört? Solltet ihr machen. Auf gehts.

Drawn & Quarterly haben einen Rückzieher gemacht. Buch angekündigt, gelernt was der Mensch der das Buch gezeichnet und geschrieben hat so sagt wenn niemand hinsieht und dann prompt das Buch wieder zurückgezogen. Den Gedanken, dass die komplette Historie einer Künstler* in untersucht werden muss, bevor guten Gewissens etwas erscheinen kann ist faszinierend und erschreckend. Hier wurde das konkrete Problem noch einmal gut zusammen gefasst.
Nancy, ein sehr cooler LGBTQA Podcast von WNYC, setzt sich mit der Theorie eines schwulen Dumbledore auseinander. Erik Fountain teilt storyboard Richtlinien für Adventure Time Folgen und Jillian Tamaki spricht über den Beruf Illustrator* in. Bei Word in Progress erzählt Jeff Vandermeer davon, wie er Charaktere testet, bevor sie in seinen Büchern erscheinen und bei Quartz erzähl Neil deGrasse Tyson von seinem neuen Buch. Letzteres ist eine sehr schöne kleine Sache: „Astrophysics for people in a Hurry“ heißt es. The MNT ist ein regelmäßiger Comics Newsletter in Form eines Magazins, vielleicht ist es auch andersherum. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich anlässlich des „Pride-Monats“ Juni viel mit Comics aus dieser Richtung, enthält ein sehr cooles Interview und einen Essay über mein Lieblingsthema: Das Ende von Geschichten in Comics.
Hier ist ein Bericht über Otto Penzler, der einen Mystery Buchladen in New York betreibt. Vielleicht sollte ich Velvet noch einmal raus holen und mal bei Raymond Chandler vorbeischauen. Woanders schreibt und illustriert Molly Crabapple über beinahe vergessene antirassistische Bewegungen in Afrika.

Rezension: My Lesbian Experience with Loneliness von Kabi Nagata

Es ist ein schwerer Manga. Die Zeichnungen sind luftig leicht, die Farbe angenehm gewählt und sicher und akzentuiert eingesetzt, das Gewicht kommt durch den Inhalt, durch die absolute Ehrlichkeit mit der Kabi Nagata ihre eigene Unsicherheit, ihre mentalen Probleme, ihre Abhängigkeit, ihren zerstörerischen Umgang mit dem eigenen Körper und ihren Weg aus der Situation beschreibt. Sie schafft es mit einfachen Bildern und guten Beschreibungen ihre Situation nachvollziehbar und fühlbar zu machen. Ich saß mehrmals da und habe geseufzt, weil ihre Entwicklung so nahe ging. Ohne, dass ich jetzt direkte Verbindungen zu meinem eigenen Leben finden konnte, glaube ich trotzdem ihre Situation nachvollziehen zu können. Die Grundlegenden Gedanken über die Abhängigkeit von den Eltern, das Bedürfnis eben diese als Bezahlung für die Fürsorge glücklich zu machen und letztlich die Realisation, dass sie für sich selbst und niemanden sonst handeln muss, waren herzerwärmend und ermutigend.

Der Manga ist keine herkömmlich in Bildern erzählte Geschichte. Es ist eher wie ein Text, der durch Bilder illustriert oder vertieft wird. Oft wird gezeigt und gesagt, dadurch ist der Lesefluss teilweise etwas langsam. Nach einer kurzen Gewöhnungszeit geht alles aber sehr angenehm von statten. Der Monolog ist durch amüsante, einfache und oft schmerzhaft ehrliche Illustrationen akzentuiert und verstärkt. Hier findet sich vielleicht das Veröffentlichungsmodell wieder. Die Geschichte wurde zuerst auf dem japanischen Portal Pixiv veröffentlicht.

Ich schäme mich beinahe dafür, aber Anfangs war mir unwohl als Mann in der Bahn ein Buch über lesbische Erfahrungen mit Einsamkeit zu lesen. Da denke ich noch drüber nach. Bereut habe ich es aber auf keinen Fall. Titel und Cover sind etwas reißerisch, die Begegnung mit der Prostituierten ist zwar wesentlicher Bestandteil und Wendepunkt, aber eben nur ein Punkt unter vielen. My Lesbian Experience with Loneliness ist keine Liebesgeschichte und hat auch keine erotische Züge, es ist ein Monolog über Einsamkeit und die Geschichte einer einzelnen Person und das auf sehr kompetente Art und Weise, von mir aus eine klare Empfehlung.

Ein Wenig Musik!

Comics am 24.06.17

The Adventures of Superhero Girl HC Expanded ED (Faith Erin Hicks – Dark Horse Comics, $16,99)
Hicks can do no wrong. Das ist wahrscheinlich die Version, die Mensch haben muss. Enthält den ursprünglichen Comic, zwei zusätzliche Stories und extra Zeichnungen und Illustrationen von anderen Künstler*innen.

Bitch Planet: Triple Feature #1 (Cheryl Lynn Eaton, Andrew Aydin, Conley Lyons, Maria Frohlich, Joanna Estep & Valentine DeLandro – Image Comics, $3,99)
Bitch Planets Problem mit dem regelmäßigen Erscheinen wird hiermit ein wenig umgangen. Die drei Geschichten im Bitch Planet Universum werden so „non-compliant“ sein wie es nur geht.

Motor Crush TP 01 (Brenden Fletcher, Cameron Stewart & Babs Tarr – Image Comics, $9,99)
Es ist Zeit für einen neuen $10 Trade von Image. Motor Crush ist wunderschön, sexy, sehr rasant und das aktuelle Werk der „Batgirl from Burnside“ Crew.

Pop Gun War TP Vol 02: Chain Letter (Farel Dalrymple – Image Comics, $19,99)
Erstmals im Island Magazin erschienen ist das hier eine weitere Sammlung der schönen Dinge. Dalrymple hat eine Art zu zeichnen die inspirierend, atemberaubend und absolut abgefahren daher kommt. Die Story ist für mich immer ein wenig holprig, aber dann sehe ich die Bilder und möchte meinen Stift wieder raus holen.

Außerdem erscheinen God Shaper #3, Misfit City #2 und Grass Kings #4. Also Menschen, geht und schaut euch feine Superheldinnen im Kino an, genießt das Wetter und unterstützt euren liebsten Comicladen!

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Ninja Pirate Broadcast – Blame! Fachtagungen und Kühlschrankmonologe

In Ninja Pirate Broadcast, Shows by Lele0 Comments

Maurice war auf der zweiten Fachtagung für digitale Spiele, Helena hat sich Blame! bei Netflix angeschaut und Lele hat Catherynne M. Valentes neues Buch „The Refrigerator Monologues“ gelesen. Oh und Clemens ist auf einem Jahrmarkt gefangen. Crazy Story, wirklich abgefahren.

Web Video Preis
Blame!
Stuffed into the Fridge
Women in Refrigerators
The Refrigerator Monologues

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Review: M. A. Careys The Boy on the Bridge

In Bücher zum Lesen by Lele0 Comments

The Girl with all the Gifts hat Spaß gemacht. Bis ganz offensichtlich war, dass das hier I Am Legend ist und deshalb nichts neues. Ist ja auch ein Zombie Buch und hey, was soll Mensch anderes erwarten? Ich hätte es am liebsten nicht bemerkt. Vielleicht ist es am besten, wenn einem diese Dinge nicht während des Lesens auffallen, sondern danach. Wenn darüber nachgedacht wird. Nun denn, The Boy on the Bridge ist eine Art Se-Prequel und trägt einen fehlleitenden Namen.

Aber alles in der richtigen Reihenfolge, diesmal ist alles gut als das Buch beginnt. Ein Team von Forschenden ist in einem panzerartigen, Flammenwerfer besitzenden Forschungsmobil unterwegs, das Rosie heißt. (Na? Na?) Die Truppe aus Forscherinnen und Soldatinnen sind auf der Suche nach Heilung für die Pilze, die einen Großteil der Menschen in „Hungries“ verwandelt haben. Diese zombieartigen ehemaligen Menschen essen gerne was sich bewegt, nach Mensch riecht, oder laute Geräusche von sich gibt. Das Team ist in sich selbst zerstritten, Politik, Militär und Forschung sind keine gute Mischung. Dr. Samrina Khan ist nicht nur die sympathischste Teilnehmerin der Expedition, sie ist auch noch schwanger. Ein guter Start für eine Tour durch das postapokalyptische England.

Dann ist da Stephen Reaves. Der tituläre „Boy on the Bridge“, nur das er ganz bestimmt kein Junge ist. Er ist 15, auf dem Autismusspektrum, ein Genie und wird von den anderen nur „the Robot“ genannt. Das Geschehen aus seiner Perspektive zu erleben ist immer interessant, der generellen Story hilft es aber nicht. Nach dem ersten Buch habe ich eine rasante Hetzjagd erwartet, Twists und Wendungen. Stattdessen gibt es mittelprächtige Ausflüge in die Wildniss. Irgendwann nimmt das Buch Fahrt auf, schafft es aber nie wirklich ergreifend oder mitreißend zu werden. Adrenalinschübe blieben aus. Trotzdem habe ich das Buch spät nachts, nach einer Spätschicht noch ausgelesen. Es ist also irgendwo in der Mitte. Zwischen spannend und MEDIOCRE.

The Boy on the Bridge hat mich irgendwie unbefriedigt zurückgelassen. Es ist kein schlechtes Buch, aber es fehlt etwas. Vielleicht ist es der Junge auf der Brücke. Vielleicht waren mir die Charaktere die unweigerlich gestorben sind einfach egal. Die Gruppe war zu groß, als das genug Zeit war, um sich wirklich Sorgen um sie zu machen. Page Turner ist die richtige Beschreibung, aber irgendwie hat es sich nicht wirklich gut angefühlt. Sicherlich finden Suchende in dieser Geschichte philosophische Auseinandersetzungen mit der Zukunft der Menschheit, Fragen nach Menschlichkeit und solche Dinge, aber das reicht nicht.

Wenn The Girl with all the Gifts für dich das größte Abenteuer seit langem war, dann wird The Boy on the Bridge Fragen beantworten, Spannung liefern und sehr gut gefallen. Wenn nicht, dann ist es einen Blick wert, wenn das Buch kleiner ist. Wie der Vorgänger ist es ein gutes Urlaubsbuch, eines das getrost im Ferienhaus liegen bleiben kann.

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NPB – Rocket Beans im Interview und Injustice 2 in der Kritik

In Ninja Pirate Broadcast, Shows by Lele0 Comments

In der aktuellen Show vom NINJA PIRATE BROADCAST jagte ein Thema das nächste: ein Interview mit Florentin Will, ein Jahr Overwatch-Feierei, ein Interview mit Steffen Grziwa von den Rocket Beans, ein neuer Showopener, die Trailerbesprechung zu Injustice und Clemens war spontan auch bei der Sendung dabei.

Macht euch einen bohnigen Burrito und checkt die ganze Sendung hier aus:

Podcasts hören macht süchtig, da dreht man nochmal gerne eine zusätzliche Joggingrunde oder lässt Netflix links liegen. Podcasts zu produzieren macht offensichtlich genauso süchtig, zumindest hat Florentin Will diese schöne Form der Sucht erwischt. Anh hat mit ihm über seine Leidenschaft gesprochen:

Florentin Will ist ebenfalls Teil der Rocket Beans. legendär sind seine Ausgaben von „Verrückte Klicks“. Anh hat mit Steffen Grziwa gesprochen, einer der mittlerweile zahlreichen Menschen, die im Hintergrund von Rocket Beans TV den 24-Stunden-Internetsendebetrieb möglich machen:

Wenn ihr Bock auf mehr Ninja Piraten habt, dann gibts noch unseren Podcast! Schnappt ihn euch via iTunes oder RSS-Feed!

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Weekly Planet vom 07.06.17

In Weekly Planet by Lele0 Comments

Ich habe einen Sonnenbrand, irgendwie bin ich stolz darauf, auch wenn mein Kopf langsam der Meinung ist Wasser zu brauchen. Aber ist es wirklich klug diesem Wunsch nachzugehen? Guy Delisle hat einen Comic über eine Geisel geschrieben und gezeichnet, ein erdrückendes Werk von beachtlicher Größe ist es geworden. Dieses Gefühl von Erdrückung, von fehlender Luft, war ein klares Ziel des Autors. Letzte Woche sind Gilian Tamakis gesammelte Werke erschienen und ähnlich wie Mr. Delisle wurde sie vom Comics Journal dazu interviewt. Im Comic Book Decalouge Podcast war Ben Sears zu Gast. Der Herr zeichnet sehr schicke Comics und Tourposter. Wer mag kann bei Patreon unterstützen. Die New York Times hat eine Ansammlung von Stories mit Comics illustrieren lassen. Ist eher mäßig gelungen, aber einige der Comics sind sehr schön anzusehen. Ich empfehle „Twin Flames“ von Tilli Walden, die Zeichnungen sind grandios, während die Story beinahe banal erscheint. An anderer Stelle setzt sich Tom Humberstone zeitnah und auf den Punkt mit Toleranz auseinander.

Es folgt eine kleine, persönliche, Auswahl an Comics, die ich mindestens interessant finde. Geklaut ist die Liste aus dem Previews Katalog.

Spell on Wheels TP (Kate Leth, Megan Levens & Jen Bartel – Dark Horse Comics, $14,99) Ich habe bereits mehrmals mein Vertrauen in Kate Leth betont. Ihre Adventure Time Comics sind grandios, ihre Patreon Comics persönlich und ergreifend und nach der Vorschau zu urteilen ist Spell on Wheels ein feines verhextes Abenteuer.

Nothing Lasts Forever (Sina Grace, $14,99) Sina Grace macht sehr persönliche, schöne, ehrliche und faszinierende auto-biographische Comics. Ich möchte meine Hände schon lange mal da ran bekommen.

Außerdem gibt es ein Kiss/Vampirella Crossover. Wirklich, es gibt noch Kiss Comics, warum auch nicht. Es gibt eine weitere Ausgabe von Giant Days und irgendwie ist mir Brave Chef Brianna tatsächlich entgangen. Verdammter Bockmist. Heute ist die Sache nicht so lang. Siehe Sonnenbrand, wenig Schlaf und ah who cares. Ab in den Comicladen mit euch. Black Dog haben Samstags jetzt bis 17 Uhr auf, keine Entschuldigungen mehr.